MwSt Fett verursachen pathogene Fettleibigkeit

Typ-2 (Altersdiabetes) diabetes und anderen Krankheiten mit der Adipositas-Epidemie hängt davon ab, wie der Körper speichert die überschüssige Energie, die nach evolutionären Biologin Mary-Jane West-Eberhard, emeritierter Wissenschaftler am Smithsonian Tropical Research Institute. In den Proceedings of the National Academy of Sciences, beschreibt Sie die Theorie über das Fett innerhalb der Bauchhöhle—viszerale Fettgewebe oder die Mehrwertsteuer—die „MwSt-Priorisierung Hypothese.“

Mehr als 300 Millionen Menschen sind betroffen von Adipositas-assoziierten diabetes. Herz-Krankheit ist eine Haupttodesursache. Beide beinhalten die chronische Entzündung.

„Pathogene Fettleibigkeit ist eine vorteilhafte Prozess schief gegangen“, sagte West-Eberhard. „Sehr früh im Leben den Körper trifft Entscheidungen über, wo Sie Fett zu speichern. Macht es Sinn für schlecht genährt Föten zu investieren, die in der MwSt-anstatt in Fett unter der Haut, weil die Mehrwertsteuer entwickelt, um schützen uns vor Infektionen, aber diese Wahl stellt uns bis zur Katastrophe, wenn wir Zugang haben zu viele Kalorien später im Leben.“

Forscher Studie übergewicht aus verschiedenen Perspektiven, aber West-Eberhard nahm einen umfassenderen Blick auf Fragen, wie der Körper macht Entscheidungen darüber, wo zu hinterlegen Fett-und warum.

„Versucht zu verstehen, Krankheiten im Zusammenhang mit übergewicht ohne Verständnis für die abdominal-Strukturen, die fettleibig, ist wie der Versuch zu verstehen, Kreislauferkrankungen, ohne zu wissen, die Funktionen des Herzens, der“ West-Eberhard gesagt.

Viszerales Fett ist der Natur super band-aid. Manchmal auch als „die Bauch-Polizist“, eine MwSt-reiche Struktur genannt, das omentum, eine lose hängende Falten der Membran entlang der Bauchhöhle, klebt an den Wunden, Fremdkörper wie Granatsplitter und Infektionen Seiten wie einen Verband voll von Antibiotika. In der Tat, Chirurgen manchmal Teile des Netzes zu kontrollieren schweren postoperativen Infektionen. MwSt umgibt den Dünndarm, der Verteidigung, der Körper von der aufgenommenen Krankheitserreger und Giftstoffe.

„Die Tatsache, dass das viszerale Fettgewebe, entwickelte sich zu kämpfen viszerale Infektionen stellt eine kausale Hypothese, wie high fructose Süßstoffe und gesättigte Fette tragen zu chronischen Erkrankungen wie Typ-2-diabetes“, West-Eberhard gesagt. „Sie beeinflussen die Bakterien wachsen in den Därmen [genannt mikrobiom], so dass die Darmwand durchlässiger wird und die Freigabe mehr Giftstoffe in die Blutbahn, die Förderung der viszeralen Immunsystem und womöglich chronisch entzündliche Krankheit.“

In der Vergangenheit, die Rolle der viszeralen Fettgewebe als Teil des Immunsystems haben können, war weit wichtiger, als es heute ist, weil Hunger und Infektionen waren häufiger. West-Eberhard schlägt vor, dass bei Föten unterliegen, Ernährungs-stress, mehr Energie gespeichert werden kann als Fett um die Bauchorgane, anstatt Sie als Fett unter der Haut (subkutanes Fett oder SAT). Sie stellt fest, dass kindheit catch-up-Wachstum, eine bessere Vorhersage von Adipositas-assoziierten Krankheiten als der niedrigen Geburt Gewicht, kann das ein Zeichen für den Fehler, den Körper gemacht hat, als es überträgt Energie auf die Umsatzsteuer Herstellung der Apfel-Form von abdominal-Korpulenz, anstatt der Birne Form der unteren Körper Fett verteilt in den Hüften, Gesäß oder Oberschenkeln oder mehr gleichmäßig unter der Haut.

Bei übergewichtigen Personen, ist eine gefährliche Spirale entwickeln kann: höhere Mehrwertsteuer führt zu einer erhöhten chronischen Entzündung, die wiederum führt zu einer erhöhten Insulinresistenz führen zu einer weiteren MwSt-Lagerung und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Schließlich, die Fähigkeit, insulin zu produzieren, ist reduziert, und diese Personen können, müssen insulin injiziert, um die Kontrolle Typ-2 – (adult onset) diabetes.

„Ich denke, die Kombination von Unterernährung, die früh im Leben, gepaart mit modernen Diäten von gesättigten und trans-Fette und high-fructose-Lebensmittel, die auf einem globalen Maßstab führt zu einer situation, die ist giftig für den einzelnen in vielen verschiedenen Kulturen.“ West-Eberhard gesagt. „Menschen-Körper-Form—Apfel vs. Birne—basiert auf der Art und Weise Ihren Körper zuordnen Fett. Auch in antiken Gesellschaften, schlechte Ernährung, die zu Investitionen führen in der MwSt beigetragen apple-förmigen Körper, im Vergleich zu mehr ’schön‘ wollüstig, Birne-geformte Körper, die im Zusammenhang mit SAT Speicherung von Fett durch die besser ernährten Babys. Gesellschaftlichen Umbrüchen (Krieg, Eroberung und Krankheit) hätte begünstigt Flexibilität in der fat-Zuweisung, weil der soziale Rang und die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln gelegentlich geändert haben.“

Gesund und schlank mithilfe der Darmflora: "Wir sollten essen wie ein Gärtner"

Warum sind heute so viele übergewichtig?

Gene sind, wie man lange dachte, sicher nicht an der derzeitigen weltweiten Epidemie schuld. Die haben sich in den letzten 40 Jahren nicht verändert. So schnell geht Evolution nicht. Mit ihnen lassen sich die steigenden Zahlen nicht erklären.

Was ist es dann?

Für mich ist der derzeit überzeugendste Schluss, dass unser Hauptproblem der schlechte Zustand unserer Bakterien im Magen- und Darm-Bereich ist. Das sogenannte Mikrobiom.

Wie kommen Sie darauf?

Tim Spector arbeitet als Professor für „Genetische Epidemilogie“ am King’s College in London. Er hat zahlreiche angesehene Medizinpreise gewonnen und verfasste über 700 wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Ernährung und die Ursachen für Übergewicht. Er ist zudem Autor des Buches „Mythos Diät: Was wir wirklich über gesunde Ernährung wissen“.

Ich habe über die letzten Jahrzehnte viel mit eineiigen Zwillingen geforscht und festgestellt: Wenn diese sich identisch ernähren und verhalten, entwickelt sich ihr Gewicht trotzdem sehr unterschiedlich.

Warum sollen daran Bakterien schuld sein?

Wir verstehen sie heute in der Wissenschaft als ein eigenes Superorgan. Sie helfen dabei, Essen zu verdauen, sie haben Einfluss auf unseren Appetit, sie produzieren wichtige Mineralstoffe und Vitamine und beeinflussen viele andere Dinge, die in unserem Körper ablaufen. Ihre Macht über unseren Organismus wurde viel zu lange übersehen.

Was ist heute in unseren Körpern anders als früher?

Viele wichtige Bakterienstämme sind verloren gegangen. Die Vielfalt ist geringer geworden. Diese beiden Faktoren stehen klar im Zusammenhang mit Übergewicht und der Entstehung von Diabetes sowie Allergien.

Welche Faktoren sind schuld an diesem veränderten Bakterien-Haushalt?

Wir nutzen viel mehr Antibiotika, leider auch, wenn es eigentlich völlig überflüssig ist. Über alle Altersgruppen hinweg. Antibiotika finden sich auch immer mehr im Fleisch, das wir konsumieren. Zwar in kleinen Dosen, aber regelmäßig. Außerdem haben wir die Vielfalt der Pflanzen, die wir zu uns nehmen, reduziert.

Wie kann das sein? Am Obst- und Gemüse-Stand ist das Angebot so groß wie nie?

Ja, aber wir sind Gewohnheitstiere. Ein durchschnittlicher Supermarkt in Großbritannien hat 30.000 Produkte in den Regalen stehen. Aber wir greifen im Grunde immer wieder zu denselben Nahrungsmitteln. Wir verlassen uns so auf nur ein paar wenige Komponenten. Das ist zu wenig. Wir essen auch nicht mehr saisonal. In Großbritannien ist das am weitesten verbreitete Mittagessen überhaupt das Sandwich – und die Leute essen fünf Mal pro Woche das gleiche Sandwich.

Welche Gründe gibt es noch?

Wir essen heute viel zu viele stark verarbeitete Lebensmittel.

Was meinen Sie damit?

Fertiggerichte, die vollgepumpt sind mit Chemikalien zum Beispiel. Wenn Sie da auf die Liste der Zutaten schauen, wird Ihnen schlecht. Viele Dinge, die wir heute konsumieren, enthalten 20 Chemikalien von denen wir nicht sicher wissen, was sie langfristig im menschlichen Organismus auslösen. Aber auch Dinge wie Raffinade-Zucker schädigen das Mikrobiom. Künstliche Süßstoffe sind besonders schlimm. Ebenso wie Konservierungsstoffe. 

Warum dauerte es so lange, bis die Wichtigkeit der Bakterien bei der Entstehung von Übergewicht erkannt wurde?

… „DR. v. HIRSCHHAUSENS STERN GESUND LEBEN“. Das Heft gibt es ab sofort am Kiosk oder hier zu kaufen.

Themen im Heft:

Weil wir nicht die Mittel hatten, sie zu untersuchen. Wir hatten nur ein Ahnung. Außerdem hat sich die Forschung lange nur mit den Bakterien beschäftigt, die uns krank gemacht haben. Wir hatten bis vor einigen Jahren überhaupt keine Ahnung, wie wunderbar vielfältig Bakterien sind. Bei Übergewichtigen konnten wir inzwischen belegen, dass die Zusammensetzung ihrer Bakterien viel schlechter und deutlich weniger vielfältig ist, als bei Normalgewichtigen.

Ist das auch einer der Gründe, warum so viele Diäten scheitern?

Ja, wir haben dieses extra Organ bisher nicht beachtet und nicht überlegt, was ihm guttun könnte. Wir haben stattdessen Kalorien und Nährstoffe gezählt. Das ist ein komplett falscher Weg, wenn man einen langfristigen Erfolg haben will. Klar, damit verliert man erst mal Gewicht. Es ist aber nicht nachhaltig. Die schlechten Bakterien werden schon dafür sorgen, dass wir wieder zunehmen. Sie steuern zum Beispiel unseren Appetit auf Zucker. Denn den brauchen sie zum Überleben.

Wir werden quasi ferngesteuert?

In einem gewissen Sinne ja.

Wie nimmt man mit diesem Wissen besser ab?

Erst einmal: Verbote helfen nichts. Die machen die Sache bloß anstrengend. Auf Fette oder Kohlenhydrate zu verzichten sorgt nur dafür, dass noch mehr Mikroben absterben. Also genau das Gegenteil von dem was wir wollen. 

Was also tun?

Wir haben dazu eine große Studie gemacht. Mit 11.000 Leute und der Frage, was unsere Darmbakterien gesund hält. Das Resultat war eindeutig: Mehr Früchte und Gemüse zu essen, hält sie gesund. Nicht immer nur Ihren Lieblingsspinat, sondern eben viele verschiedene Sachen. Sie sollten 20 bis 30 verschiedene Pflanzen pro Woche essen.

Wow, das ist nicht zu schaffen.

Doch. Jede Nuss-Art ist eine andere Pflanze. Jedes Korn ist pflanzlich. Jedes Gewürz – außer Salz – ist eine weitere Pflanze. Wenn Sie so denken, geht das schnell. Sie essen dann nicht mehr um Energie zu bekommen, sondern wie ein Gärtner, der seinen Verdauungs-Garten schön düngen möchte.

Was sollte ich sonst noch essen?

Nehmen Sie täglich etwas mit einer lebenden Mikrobe zu sich.

Was meinen Sie damit?

Das einfachste ist ein Joghurt. Ungesüßt, Vollfett ohne Chemikalien. Wenn Sie wollen, können Sie problemlos Früchte oder was Sie mögen dazu geben. Käse sind auch wunderbar, aber aus Rohmilch. Kombucha tut uns gut. Kefir ist ebenfalls ein tolles Lebensmittel. Ein kleiner Schluck davon jeden Tag ist besser als ein große Portion einmal in der Woche.

Aber bisher haben wir gelernt, Fette sind ungesund…

Das ist Mist. Die letzten Studien zeigen, dass es einfach nicht stimmt. Fett ist überall drin. Lachs zum Beispiel hat viel davon, aber das heißt nicht, dass Lachs ungesund ist. Die Idee, dass etwas schlecht ist, nur weil es Fett enthält, ist überholt. Es gibt keinen Beweis irgendwo auf dieser Welt, dass eine Diät mit wenig Fett irgendjemanden hat länger leben lassen. Das ist ein alter Mythos.

Selbstversuch

Acht Wochen zuckerfrei: Kann ein Leben ohne Zucker wirklich funktionieren?

Seit nun mehr zwei Monaten lebt stern-Redakteurin Alexandra Kraft ohne Zucker. Wie es ihr dabei geht und was sich bislang verändert hat. Ein Erfahrungsbericht.

Das klingt nach einer radikalen Abkehr von Grundsätzen, die lange galten.

Es geht darum, dass wir Nahrungsmittel mit hoher Qualität zu uns nehmen. Das ist das wichtigste und das gesündeste. Hier will ich noch das Olivenöl nennen. Bitte nur extra virgin und in hoher Qualität. Das billige Zeug ist verdünnt, da ist fast nichts mehr von der Pflanze drin und es hat damit kaum mehr Wirkung.

Was kann man noch tun, um seine Bakterien gesund zu halten?

Sie sollten den täglichen Konsum von faserigen Lebensmitteln mindestens verdoppeln.

Warum sind die so wichtig?

Weil Mikroben sie lieben. Und je mehr man hat, umso mehr gute Stoffe können sie produzieren, die den menschlichen Körper gesund halten.

Welche Lebensmittel empfehlen Sie dafür?

Sauerkraut. Machen Sie am besten Ihr eigenes, nicht dieses furchtbare mit Essig eingelegte aus dem Glas. Kimchi wird auch gerade populär und hilft den Bakterien sehr. Alle fermentierten Lebensmittel sind geeignet. Sie sind Benzin für die Mikroben.

Viele schwören derzeit auf sogenanntes Intervallfasten. Funktioniert das wirklich?

Absolut. Weil die zuckerhungrigen Bakterien so klein gehalten werden. In der Zeit ohne Nahrungszufuhr können sich die guten Mikroben erholen und vermehren. Die anderen haben kein Futter und werden zurückgedrängt. 

Wenn jemand Bluthochdruck, hohes Cholesterin und Diabetes hat, hilft dann eine gesunde Bakterien-Flora auch noch?

Ja, denn wir wissen, dass diese Patienten eine schlechte Besiedlung mit Bakterien haben. Deswegen ist es in diesen Fällen sogar noch wichtiger, sich gesund zu essen. Bisher wurden diese Leute mit allerlei Verboten belegt. Diese eingeschränkte Diät kann es im schlimmsten Fall noch schlimmer machen.

Wie weiß ich, dass ich mit meinem neuen Essverhalten auf dem richtigen Weg bin?

Sie werden mehr auf die Toilette müssen. Eigentlich wird einmal am Tag Stuhlgang als normal betrachtet, mit dieser Art der Ernährung werden Sie sicher zwei, vielleicht drei Mal müssen. Das ist ein gutes Zeichen. Wer es genau wissen will, kann es auch testen lassen. Dafür gibt es inzwischen Firmen, die das im Angebot haben. Und vermutlich wird bald ein japanischer Toilettenhersteller eine Toilette entwickeln, die das automatisch anzeigt. (lacht)

Und wenn alles nicht hilft? Wenn die Bakterien einfach nicht so gedeihen, wie sie sollen?

Dann kann man Bakterien aus dem Magen-Darm-Trakt einer gesunden Person per Stuhl-Transplantation übertragen. Keine Sorge, das klingt eklig, passiert aber inzwischen in Form von einfachen Tabletten. Ganz sauber und hygienisch.



Quelle: Den ganzen Artikel lesen

Erschreckende Erkenntnis: Diese Cholesterinsenker zerstören das wertvolle braune Fett

Cholesterinsenker: Statine reduzieren braunes Fettgewebe

Die Einnahme von Cholesterinsenkern kann dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu senken. Allerdings wird durch diese Medikamente auch das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Diabetes erhöht. Und wie Forscher nun herausgefunden haben, reduzieren Statine auch das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe.

Ernährungsumstellung und Medikamente

Bei rund jedem dritten Bundesbürger ist das Cholesterin zu hoch. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann zu Erkrankungen der Gefäße führen, mit möglichen Folgen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Um das Cholesterin zu senken, wird in der Regel eine Ernährungsumstellung empfohlen. Oft kommen auch cholesterinsenkende Medikamente zum Einsatz. Allerdings kritisieren Fachärzte, dass solche Präparate viel zu häufig verschrieben werden und in vielen Fällen mehr schaden als nutzen, da sie unter anderem Muskelbeschwerden verursachen und das Diabetes-Risiko erhöhen können. Zudem haben Forscher nun herausgefunden, dass Cholesterinsenker auch das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe reduzieren.

Erwachsene besitzen neben weißem auch braunes Fettgewebe

Experten zufolge besitzen Menschen nicht nur weißes, sondern auch braunes Fettgewebe. Letzteres hilft dabei, Zucker und Fett in Wärme zu verwandeln.

Wer braunes Fettgewebe hat, kann seine Körperwärme im Winter besser regulieren und leidet seltener an Übergewicht und an Diabetes.

Ein internationales Team von Forschern unter der Leitung von Christian Wolfrum, Professor am Labor für translationale Ernährungsbiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), hat nun herausgefunden, dass die Medikamentenklasse der Statine die Bildung von braunem Fettgewebe reduzieren.

Statine senken den Cholesterinpegel im Blut und werden unter anderem zur Reduktion des Herzinfarktrisikos verordnet. Laut einer Mitteilung der ETH Zürich gehören diese Präparate weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten.

Statine reduzieren Aktivität von braunem Fettgewebe

Wolfrum und seine Kollegen erforschen schon seit Jahren das braune Fettgewebe. Die Wissenschaftler gingen der Frage nach, wie aus den „schlechten“ weißen Fettzellen, welche das bekannte Fettpolster bilden, „gute“ braune Fettzellen entstehen.

In Zellkultur-Experimenten haben sie nun herausgefunden, dass der für die Herstellung von Cholesterin verantwortliche Stoffwechselweg eine zentrale Rolle bei dieser Umwandlung spielt.

Als Schlüsselmolekül, das die Umwandlung reguliert, identifizierten die Forscher das Stoffwechselprodukt Geranylgeranyl-Pyrophosphat.

Wie aus früheren Studien bekannt ist, ist der Cholesterin-Stoffwechselweg auch für die Wirkung von Statinen zentral. Unter anderem führen Statine zu einer verminderten Bildung von Geranylgeranyl-Pyrophosphat.

Daher wollten die Forschenden wissen, ob Statine auch die Bildung von braunem Fettgewebe beeinflussen. Sie tun das in der Tat, wie die Wissenschaftler nun in Studien bei Mäusen und Menschen zeigen konnten.

Unter anderem werteten die Experten Positronen-Emissions-Tomografiebilder von rund 8.500 Patienten des Universitätsspitals Zürich aus. Auf diesen Bildern konnten die Wissenschaftler erkennen, ob die Personen braunes Fettgewebe besitzen.

Außerdem war von den Patienten bekannt, ob sie Statine nehmen mussten. Die Auswertung zeigte, dass unter den Personen, die keine solche Mittel nehmen mussten, sechs Prozent braunes Fettgewebe hatten. Unter den Personen, die Statine einnahmen, hatten nur gut ein Prozent solches Gewebe.

In einer davon unabhängigen klinischen Studie mit 16 Personen an den Universitätsspitälern Basel und Zürich konnten die Forschenden außerdem zeigen, dass Statine die Aktivität des braunen Fettgewebes reduzieren.

Ihre Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Cell Metabolism“ veröffentlicht.

Cholesterinsenker retten Millionen Menschen das Leben

Obschon die Studie einen negativen Effekt von Statinen aufzeigt, warnt der ETH-Professor davor, diese Medikamente schlecht zu reden.

„Man muss auch in die Waagschale werfen, dass Statine unheimlich wichtig sind zur Prophylaxe von Herzkreislauferkrankungen. Diese Medikamente retten weltweit vielen Millionen Menschen das Leben und werden aus guten Gründen verschrieben“, so Wolfrum.

Allerdings gibt es noch einen weiteren negativen Effekt von Statinen: Hochdosiert eingenommen erhöhen sie bei gewissen Menschen das Risiko, an Diabetes zu erkranken, wie aus anderen Studien bekannt ist.

„Möglicherweise hängen diese beiden Effekte – die Verringerung von braunem Fettgewebe und das leicht erhöhte Diabetes-Risiko – zusammen“, sagt Wolfrum. Dies müsse nun aber zunächst genauer untersucht werden.

Doch selbst wenn sich ein solcher Zusammenhang bewahrheiten sollte, ginge es nicht darum, Statine zu verteufeln, betont der ETH-Professor.

Viel eher müsste man in weiterer Forschung den Wirkmechanismen auf den Grund gehen und herausfinden, welche Patienten von den negativen Effekten betroffen sind.

Möglicherweise könnte man dann mit Ansätzen der personalisierten Medizin der Mehrheit der Patienten weiterhin Statine empfehlen, müsste jedoch einer kleinen Patientengruppe alternative Therapien nahelegen. (ad)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen