Neurodermitis: Neuer Wirkstoff stoppt auch schwere Erkrankungen

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Gesund Abnehmen: Diese mediterrane Ernährungsweise ist die gesündeste und auch die beste Diät

Langfristige Ernährungsumstellung besser als jede Crash-Diät

Trends bei Diäten kommen und gehen. Viele Ernährungskonzepte zum Abnehmen sind nicht wissenschaftlich untersucht, manche sogar gesundheitsschädlich. Mit Locksprüchen wie „Ess soviel du willst“ oder „die Pfunde schmelzen über Nacht“ werden diverse Diäten beworben. Die Realität sieht jedoch oft anderes aus. Empfehlenswerter zur Gewichtsreduzierung ist eine langfristige Ernährungsumstellung auf den Grundlagen gesunder Ernährungskonzepte. Die Mediterrane Diät oder Mittelmeerdiät ist genau so ein Konzept und wurde kürzlich zur gesündesten Diät 2019 gewählt.

Das amerikanische Unternehmen US News gilt in den USA als führender Anbieter von Servicenachrichten und -informationen in Bereichen, die die Lebensqualität verbessern sollen. Unter anderem bietet das Unternehmen eine Übersicht über die 41 bekanntesten Diäten und bewertet diese anhand der aktuellen Faktenlage aus medizinischen Zeitschriften, Regierungsberichten und Studien. Im Jahr 2019 steht erstmals die Mediterrane Diät auf Platz 1 der Diätenliste. Auch europäische Studien bewerteten dieses Ernährungskonzept durchweg positiv.

Wodurch zeichnet sich eine Mittelmeerdiät aus?

Die mediterrane Diät zeichnet sich mehr durch eine Reihe gesunder Ernährungsprinzipien aus, als durch genaue Vorgaben, was man essen darf und was nicht. Mehrere Studien zeigten bereits, dass sich durch die Mittelmeer-Diät nicht nur eine Gewichtsabnahme erzielen lässt, sondern dass diese Ernährungsform auch vor Herzkrankheiten und Krebs schützen kann und zu einer besseren Hirngesundheit führt. Außerdem wird sie zur Kontrolle von Diabetes empfohlen und kann sogar eine Remission der Krankheit herbeiführen.

Was kommt bei der mediterranen Diät auf den Tisch?

Wie es der Name bereits vermuten lässt, orientiert sich dieses Ernährungskonzept an den Essgewohnheiten des Mittelmeerraumes. Zu den Grundnahrungsmitteln, die täglich verzehrt werden sollten, gehören Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Bohnen, Kräuter, Gewürze, Nüsse und gesunde Fette wie Olivenöl. Zweimal wöchentlich sollten Fisch oder Meeresfrüchte auf dem Speiseplan stehen. Milchprodukte, Eier und Geflügel sollten ebenfalls regelmäßig, aber in mäßigen Portionen gegessen werden. Süßigkeiten, gezuckerte Getränke und rotes Fleisch sollten dagegen eine Ausnahme darstellen.

So könnte ein Tag mit Mediterraner Ernährung aussehen

Mittlerweile füllen Rezepte aus der Mittelmeer-Diät ganze Bücher. Hier ein Beispiel, was an einem Tag auf den Tisch kommt:

  • Frühstück: 170 Gramm griechischer Joghurt mit 60 Gramm Erdbeeren und 1 Teelöffel Honig, dazu eine Scheibe Vollkorn-Brot mit einer halben gestampften Avocado.
  • Mittagessen: Griechische Vollkorn-Pita gefüllt mit 2 Esslöffeln Hummus, 120 Gramm frischem Gemüse und 2 Tomatenscheiben, dazu eine Tasse Minestrone-Suppe und eine Orange zum Nachtisch. Als Getränk eignet sich Wasser mit frisch gepressten Zitronensaft.
  • Snack für zwischendurch: 15 Gramm Mandeln und 15 Gramm Erdnüsse.
  • Abendessen: Salat aus 1/2 Tasse Rucola, 1/2 Tasse Babyspinat, 1 Esslöffel Parmesankäse, 1 Esslöffel Vinaigrette-Dressing, 85 Gramm Lachs, 1 Teelöffel Estragon sowie 1 Teelöffel Senf, 1/2 Tasse Couscous, 1/2 Tasse Zucchini und 4 Stangen-Spargel.
  • Dessert: Weintrauben und 120 Gramm Zitronensorbet.

(vb)

Weitere Informationen:

Ernährung: Mittelmeer-Diäten sehr empfehlenswert bei Diabetes
Das Leben verlängern: Gesünder sein durch neue mediterrane Ernährung
Mediterrane Küche ist gut für Herz und Kreislauf

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"Meine Ärzte und auch ich waren überrascht": Susanne Fröhlich schwört auf Heilfasten

Die Bestsellerautorin Susanne Fröhlich fastet aus Gesundheitsgründen. „Ich habe das Fasten schon vor Jahren begonnen, um mein Rheuma in den Griff zu bekommen“, sagte die 56-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich konnte keinen Sport mehr machen und meine Arme nicht mehr unbeschwert bewegen.“ Zunächst sei sie skeptisch gewesen, ob es ihr helfe. „Meine Ärzte und auch ich selbst waren dann überrascht, wie gut das anschlug.“ Fröhlich hat aus ihrer Erfahrung ein Buch („Fröhlich fasten!“) gemacht, für das auch ihr früherer Partner Gert Scobel fastete. „Mein Ex hat sogar gerade zum zweiten Mal gefastet, weil er die Erfahrung so toll fand.“

Fröhlich schwört auf das Heilfasten nach der strengen Buchinger-Methode. Dabei nimmt man ausschließlich Tee, Wasser, Säfte und Gemüsebrühe zu sich. Sie können nun wieder joggen und ihre Rheumafaktoren im Blut seien verschwunden, sagte Fröhlich. „Ich faste ein bis zweimal im Jahr und habe seither nie mehr Schmerzen in der Hüfte und der Schulter gehabt.“ Zwischen den Kuren nehme sie drei bis vier Kilogramm zu. 

+++ Mehr zu der Methode Heilfasten nach Buchinger erfahren Sie hier +++

Zu Beginn seien die Fastenkuren ein großer Horror, gestand die Autorin, die essen liebt und 2004 den Bestseller „Moppel-Ich“ landete. „Wenn man sich vor etwas wirklich fürchtet, ist man hinterher überrascht, dass es gar nicht so schlimm war, wie man dachte.“ Die gewonnene schlanke Figur sei ihr dagegen weniger wichtig: „Schlank zu sein heißt nicht, glücklich zu sein.“

Auch in der aktuellen „Gala“, laut der Fröhlich 66 Kilogramm bei 1,74 Meter Körpergröße wiegt, spricht die Autorin übers Fasten und ihr Gewicht: „Mein Gewicht ist kein Faktor für Glück. Ich bin glücklich, wenn es den Menschen, die ich liebe, gut geht, wenn ich viele soziale Kontakte habe. Wozu soll ich 58 Kilo wiegen?“


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Auch die FDA arbeitet auf Sparflamme

Seit fast zwei Wochen sind inden USA zahlreiche Behörden geschlossen oder arbeiten nur auf Sparflamme. Rund800.000 Staatsangestellte wurden in den Zwangsurlaub geschickt oder müssen ohneGehalt arbeiten. Auch die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA ist von derHaushaltssperre betroffen, allerdings nur teilweise. Wenn der „Shutdown“ jedoch längerdauert, könnte es zu Verzögerungen bei Zulassungen kommen.

Was hat eine Grenzmauer zu Mexiko mit Arzneimitteln zu tun? In den USA aktuell sehr viel. Dort herrschtbekanntermaßen seit dem 22. Dezember 2018 Haushaltssperre. Von der sind etwa einViertel der Bundesbehörden betroffen, darunter auch die ArzneimittelbehördeFDA. Grund für die Blockade in den parlamentarischen Haushaltsverhandlungen istdie Entscheidung von Präsident Donald Trump, seine Zustimmung zur Budgetvorlagemit dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko zu verknüpfen. Er wollte dasHaushaltsgesetz nur unterzeichnen, wenn darin Mittel für die Errichtung derMauer vorgesehen sind. Die Demokraten lehnen dies strikt ab. Seitdem sind dieGelder eingefroren. 

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USA: Politische Allianz zur Senkung der Arzneimittelpreise möglich

Auf ihrer Website teilt die FDAmit, inwiefern ihre Arbeit von dem „Shutdown“ betroffen ist. Dort heißt es, dassbis zur Verabschiedung eines neuen Haushalts die FDA notwendige Aktivitäten im Rahmen des gesetzlich erlaubten fortsetzenwird, die öffentliche Gesundheit und Sicherheit in den vereinigten Staaten zugewährleisten. Dazu gehörten unter anderem zentrale Funktionen zur Reaktion inKatastrophenfällen, wie das Monitoring von und Maßnahmen bei Krankheitsausbrüchen imZusammenhang mit Lebensmitteln oder der Grippe; die Unterstützung von Rückrufenrisikobehafteter, die Patientensicherheit gefährdender Nahrungs- und Arzneimittel; die Überprüfung von importierten Lebens- und Arzneimitteln, um Verbraucher undPatienten vor möglichen Schäden zu schützen; sowie die Behandlung andererkritischer Fragen der öffentlichen Gesundheit, die akute Bedrohungendarstellen. Die Überwachung hinsichtlicherheblicher Sicherheitsbedenken bei Medizinprodukten und Arzneimittelnwird ebenfalls fortgesetzt.

FDA-Chef Scott Gottlieb schreib dazu auf Twitter:

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Können Alzheimer-Erkrankungen auch auf Andere übertragen werden?

Übertragbarkeit der pathologischen Amyloid-Beta-Proteine bestätigt

Alzheimer ist einer gefürchtet neurodegenerative Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft und deren Verbreitung in vergangenen Jahrzehnten drastisch zugenommen hat. Bereits im Jahr 2015 hatten Forschende des Univesity College London den Verdacht geäußert, dass eine Übertragbarkeit der Krankheit über die fehlgefalteten Amyloid-Proteine möglich sein könnte. In Laborversuchen an Mäusen bestätigten sie jetzt den Verdacht.

Alzheimer gilt als eine nicht übertragbare Erkrankung. Es droht keine Ansteckung beim gewöhnlichen Kontakt mit Betroffen, betonen die britischen Wissenschaftler. Allerdings ergab eine Studie aus dem Jahr 2015 bereits erste Hinweise darauf, dass die pathologischen Amyloid-Beta-Proteine möglicherweise im Zuge medizinischer Behandlungen von Mensch zu Mensch übertragen werden können. In ihrer aktuellen Studie konnten die Forschenden des University College London dies nun bestätigen. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Übertragung bei der Hormontherapie?

„Unsere frühere Studie fand heraus, dass einige Personen, die viele Jahre nach der Behandlung mit Hypophysenwachstumshormonen eine Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entwickelt hatten, ebenfalls Ablagerungen im Gehirn eines anormalen Proteins aufwiesen, das für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch ist“, berichtet der Hauptautor der Studie, Professor John Collinge von der Ausgangslage der aktuellen Untersuchung. Die Ursache vermuteten die Forschenden in der Übertragung der fehlgefalteten Proteinstrukturen mit den Wachstumshormonen. In ihrer aktuellen Untersuchung haben sie nun zunächst nachgewiesen, dass die Hypophysenwachstumshormone tatsächlich entsprechende Amyloid-Beta-Proteine enthielten.

Verunreinigungen der Wachstumshormone nachgewiesen

„Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass Amyloid-Beta durch diese seit langem unterbrochene medizinische Behandlung versehentlich auf Patienten übertragen wurde“, erläutern die Wissenschaftler in einer Pressemitteilung. Das menschliche Wachstumshormon – das vor 1985 aus menschlichem Gewebe hergestellt wurde – habe tatsächlich Anlagen des Amyloid-Beta-Proteins der Alzheimer-Krankheit enthalten. Im nächste Schritt überprüfte das Forschungsteam, ob die Protein-Verunreinigungen der Wachstumshormone auch zur Entwicklung der Amyloid-Ablagerungen führen, die typisch für die Alzheimerkrankheit sind.

Versuche an Mäusen

Die Forschenden injizierten genmanipulierten Mäuse das kontaminierte Wachstumshormon ins Gehirn und konnten feststellen, dass nach weniger als zwölf Monaten bereits „ein klare Aussaat der Amyloidpathologie in ihrem Gehirn“ stattfand. Gleiches war bei Mäusen zu beobachten, denen Gewebe von Patienten mit typischer Alzheimer-Krankheit injiziert wurde. Mäuse, denen synthetische Wachstumshormone oder normales Hirngewebe injiziert worden war, zeigten hingegen keine derartigen Muster.

Amyloid-Beta-Pathologie ist übertragbar

„Wir haben jetzt experimentelle Beweise vorgelegt, um unsere Hypothese zu unterstützen, dass Amyloid-Beta-Pathologie aus kontaminierten Materialien auf Menschen übertragen werden kann“, so Professor Collinge. Ob durch medizinische oder chirurgische Eingriffe die Alzheimer-Krankheit bei Menschen verursacht beziehungsweise übertragen werden kann, lasse sich derzeit jedoch noch nicht eindeutig sagen. „Es wird wichtig sein, die Risiken der Übertragung der Amyloidpathologie bei anderen medizinischen Verfahren, die noch heute genutzt werden, zu überprüfen – einschließlich Instrumenten für die Gehirnchirurgie“, so der Experte.

Droht eine Ansteckung bei Kontakt mit Alzheimer-Patienten

Die aktuelle Studie liefert neue Einblicke in die molekularen Mechanismen, die der Rolle von Amyloid bei der Alzheimer-Krankheit zugrunde liegen, doch betonten die Forschenden ausdrücklich, dass es derzeit keine Belege für einen Übertragung von Alzheimer zwischen Menschen gibt. Die Studie liefere keinen Hinweis darauf, dass Sie die Alzheimer-Krankheit durch Kontakt mit einer erkrankten Person bekommen können. (fp)

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Können Alzheimer-Demenzen auch auf andere Menschen übertragen werden?

Übertragbarkeit der pathologischen Amyloid-Beta-Proteine bestätigt

Alzheimer ist einer gefürchtet neurodegenerative Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft und deren Verbreitung in vergangenen Jahrzehnten drastisch zugenommen hat. Bereits im Jahr 2015 hatten Forschende des Univesity College London den Verdacht geäußert, dass eine Übertragbarkeit der Krankheit über die fehlgefalteten Amyloid-Proteine möglich sein könnte. In Laborversuchen an Mäusen bestätigten sie jetzt den Verdacht.

Alzheimer gilt als eine nicht übertragbare Erkrankung. Es droht keine Ansteckung beim gewöhnlichen Kontakt mit Betroffen, betonen die britischen Wissenschaftler. Allerdings ergab eine Studie aus dem Jahr 2015 bereits erste Hinweise darauf, dass die pathologischen Amyloid-Beta-Proteine möglicherweise im Zuge medizinischer Behandlungen von Mensch zu Mensch übertragen werden können. In ihrer aktuellen Studie konnten die Forschenden des University College London dies nun bestätigen. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Übertragung bei der Hormontherapie?

„Unsere frühere Studie fand heraus, dass einige Personen, die viele Jahre nach der Behandlung mit Hypophysenwachstumshormonen eine Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entwickelt hatten, ebenfalls Ablagerungen im Gehirn eines anormalen Proteins aufwiesen, das für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch ist“, berichtet der Hauptautor der Studie, Professor John Collinge von der Ausgangslage der aktuellen Untersuchung. Die Ursache vermuteten die Forschenden in der Übertragung der fehlgefalteten Proteinstrukturen mit den Wachstumshormonen. In ihrer aktuellen Untersuchung haben sie nun zunächst nachgewiesen, dass die Hypophysenwachstumshormone tatsächlich entsprechende Amyloid-Beta-Proteine enthielten.

Verunreinigungen der Wachstumshormone nachgewiesen

„Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass Amyloid-Beta durch diese seit langem unterbrochene medizinische Behandlung versehentlich auf Patienten übertragen wurde“, erläutern die Wissenschaftler in einer Pressemitteilung. Das menschliche Wachstumshormon – das vor 1985 aus menschlichem Gewebe hergestellt wurde – habe tatsächlich Anlagen des Amyloid-Beta-Proteins der Alzheimer-Krankheit enthalten. Im nächste Schritt überprüfte das Forschungsteam, ob die Protein-Verunreinigungen der Wachstumshormone auch zur Entwicklung der Amyloid-Ablagerungen führen, die typisch für die Alzheimerkrankheit sind.

Versuche an Mäusen

Die Forschenden injizierten genmanipulierten Mäuse das kontaminierte Wachstumshormon ins Gehirn und konnten feststellen, dass nach weniger als zwölf Monaten bereits „ein klare Aussaat der Amyloidpathologie in ihrem Gehirn“ stattfand. Gleiches war bei Mäusen zu beobachten, denen Gewebe von Patienten mit typischer Alzheimer-Krankheit injiziert wurde. Mäuse, denen synthetische Wachstumshormone oder normales Hirngewebe injiziert worden war, zeigten hingegen keine derartigen Muster.

Amyloid-Beta-Pathologie ist übertragbar

„Wir haben jetzt experimentelle Beweise vorgelegt, um unsere Hypothese zu unterstützen, dass Amyloid-Beta-Pathologie aus kontaminierten Materialien auf Menschen übertragen werden kann“, so Professor Collinge. Ob durch medizinische oder chirurgische Eingriffe die Alzheimer-Krankheit bei Menschen verursacht beziehungsweise übertragen werden kann, lasse sich derzeit jedoch noch nicht eindeutig sagen. „Es wird wichtig sein, die Risiken der Übertragung der Amyloidpathologie bei anderen medizinischen Verfahren, die noch heute genutzt werden, zu überprüfen – einschließlich Instrumenten für die Gehirnchirurgie“, so der Experte.

Droht eine Ansteckung bei Kontakt mit Alzheimer-Patienten

Die aktuelle Studie liefert neue Einblicke in die molekularen Mechanismen, die der Rolle von Amyloid bei der Alzheimer-Krankheit zugrunde liegen, doch betonten die Forschenden ausdrücklich, dass es derzeit keine Belege für einen Übertragung von Alzheimer zwischen Menschen gibt. Die Studie liefere keinen Hinweis darauf, dass Sie die Alzheimer-Krankheit durch Kontakt mit einer erkrankten Person bekommen können. (fp)

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Diät: Bekanntes Weihnachtsgewürz hilft auch beim Abnehmen

Klassisches Gewürz in der Weihnachtsküche: Besser Ceylon- oder Cassia-Zimt?

Zimt ist eines von mehreren klassischen Weihnachtsgewürzen. Doch sein süßes bis feuriges Aroma gibt nicht nur Weihnachtsgebäck eine ganz besondere Note, sondern auch exotischen Currys und Chutneys. Das leckere Gewürz bringt verschiedene gesundheitliche Vorteile mit sich und hilft sogar beim Abnehmen.

Gesundes Weihnachtsgewürz

Zimt ist ein klassisches Gewürz in der leckeren Weihnachtsküche. Sein süßes bis feuriges Aroma verfeinert Weihnachtsplätzchen, Spekulatius und Lebkuchen, winterliches Obstkompott, Bratäpfel, Glühwein und Punsch. Und auch pikanten Speisen wie indischen Currys und Chutneys gibt Zimt eine unverwechselbare Note. Es ist Teil von Gewürzmischungen wie dem indischen „Garam masala“ sowie dem chinesischen „Fünf-Gewürze-Pulver“. Das beliebte Gewürz ist nicht nur sehr geschmacksintensiv, sondern auch äußerst gesund.

Zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes

Zimt war bereits im Altertum wegen seiner gesundheitlichen Vorteile bekannt. Nach wie vor wird das Gewürz unter anderem bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen eingesetzt.

Es soll desinfizierend wirkend sowie die Blutzuckerwerte und den Cholesterinspiegel senken. Zudem regt Zimt den Stoffwechsel an, was hilfreich ist, wenn man das Abnehmen beschleunigen will.

Laut Gesundheitsexperten zählt das Gewürz zudem zu den Lebensmitteln, die dabei helfen, Diabetes vorzubeugen.

Des Weiteren ist Zimt gut für den Darm.

Zu viel Cumarin kann der Gesundheit schaden

Allerdings weiß man mittlerweile auch, dass Zimt – in größeren Mengen – der Gesundheit schaden kann. Und zwar aufgrund des enthaltenen Cumarin.

Dieser Stoff kann in hohen Dosen unter anderem zu Leber- und Nierenschäden führen. Manche Menschen reagieren auch schon auf kleine Mengen empfindlich.

Wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf seiner Webseite berichtet, liegt die tolerierbare tägliche Dosis (tolerable daily intake, TDI) bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Demnach könnte ein 60 Kilogramm schwerer Mensch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen täglich sechs Milligramm Cumarin aufnehmen. Das entspricht zwei Gramm Cassia-Zimt täglich.

Bei Kleinkindern wird der TDI-Wert bereits nach sechs Zimtsternen oder 100 g Lebkuchen am Tag erreicht sein.

In Ceylon-Zimt ist deutlich weniger Cumarin enthalten als in Cassia-Zimt.

Wer oft und viel Zimt verwendet – beispielsweise für Milchreis, sollte daher Ceylon-Zimt bevorzugen.

Allerdings wird die Suche erschwert, weil die Sorte nicht auf der Zimtverpackung angegeben werden muss. Nur manche Anbieter geben die Zimtsorte freiwillig an.

Im Supermarkt ist meist günstiger Cassia-Zimt erhältlich, während Ceylon-Zimt vor allem in Feinkost- und Asialäden verkauft wird.

Ceylon-Zimt ist hochwertiger als Cassia-Zimt

Wie das BZfE erklärt, wird Zimt aus der inneren Rinde des Zimtbaumes hergestellt, der zur Familie der immergrünen Lorbeergewächse gehört.

Es gibt zwar mehrere hundert verschiedene Arten, aber auf dem europäischen Markt sind lediglich Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) und Cassia-Zimt (Cinnamomum aromaticum) von Bedeutung.

Wie der Name schon sagt, stammt Ceylon-Zimt aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Der besonders hochwertige „Echte Zimt“ hat ein feines, angenehm würziges Aroma und wird meist zu Zimtstangen verarbeitet.

Cassia-Zimt kommt laut dem BZfE aus China. Er schmeckt herb bis leicht süßlich und gelangt hierzulande überwiegend zu Pulver vermahlen in den Handel.

Bei Zimtstangen ist der Unterschied gut zu erkennen. Ceylon-Stangen bestehen aus mehreren feinen Rindenlagen, die im Querschnitt wie eine angeschnittene Zigarre aussehen.

Bei Cassia-Zimt hingegen ist eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen eingerollt.

Zimtstangen sind bis zu drei Jahre haltbar, wenn sie gut verschlossen sind. Gemahlener Zimt sollte stets luftdicht und dunkel aufbewahrt werden, damit er sein Aroma nicht verliert. (ad)

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Zu wenig voll ausgebildete Krankenschwestern im Zusammenhang mit den täglich drei-Prozent-Aufstieg in den Tod des Patienten Risiko

Die Zulassung zu einem Krankenhaus mit einer unterdurchschnittlichen Zahl von voll ausgebildeten (registriert) Krankenschwestern Pflege für Patienten mit einer 3-Prozent-Aufstieg in die Gefahr des Todes für jeden Tag, die Lücke weiterhin besteht, deutet auf UK Forschung, veröffentlicht online in der Zeitschrift BMJ Qualität & Sicherheit.

Aber das Stopfen der Lücke mit nicht eingetragenen pflegehelferinnen ist nicht verbunden mit ein nachlassen in der patient zu Schaden, was darauf hindeutet, dass, während diese den Arbeitskräften im Gesundheitswesen kommt eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Gemeinde die Sicherheit, „Sie kann nicht als Ersatz für [Krankenschwestern],“ sagen die Forscher.

Der Anteil der voll ausgebildeten registrierten Pflegekräfte auf Krankenstationen in Großbritannien ist unter den niedrigsten in Europa. Und viele Krankenhäuser greifen mittlerweile auf nicht eingetragene Krankenpflege-Assistenten, um eine erhebliche Menge von hands-on-Versorgung, sagen die Forscher.

Um herauszufinden, welche Auswirkungen diese skill-mix könnte, die auf die Sicherheit der Patienten in den Krankenstationen, die Forscher zeichneten auf routinemäßig erhobenen Daten zur Personalausstattung für alle Erwachsenen, die zugelassen sind auf 32 Gemeinden in einem großen akut-Krankenhaus Vertrauen in den Süden von England, die zwischen April 2012 und März 2015.

Während dieser Zeit, 138,133 Erwachsene verbrachten mindestens einen Tag auf die Allgemeine medizinische und chirurgische Stationen, und die meisten (79%) wurden aufgenommen, als Notfälle. Ihre Durchschnittliche Alter lag bei 67; 14 Prozent waren im Alter von 85 Jahren und älter.

Personalstärke gemessen in Stunden pro patient pro Tag. Aber über alle Gemeinden, die Personalausstattung, die für registrierte Krankenschwestern durchschnittlich 4.75 Stunden, während diejenigen, die für pflegehelferinnen durchschnittlich 2.99.

In den ersten fünf Tagen Ihres Aufenthaltes, Patienten erlebten im Durchschnitt fast 2 Tage gering (unterdurchschnittlich) examinierte Krankenschwester und Pflegehelferin Personalausstattung, hinzufügen von bis zu einem kumulierten Fehlbetrag von 23 und 15 Minuten, jeweils.

Während der Studie Zeitraum, die gesamte Sterblichkeitsrate war knapp über 4 Prozent (5662 Todesfälle). Die Analyse der Daten zeigte, dass die Chancen zu sterben, stieg um 3 Prozent für jeden Tag, dass ein patient verbrachte mit registrierter Krankenschwester, die Personalausstattung unter dem Durchschnitt der Gemeinde.

Obwohl niedrige Pflegehelferin Personalausstattung wurden auch im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko von Tod (4%), so waren auch überdurchschnittliche Personalausstattung.

Tage, an denen die Zahl der Eintritte für jede eingetragene Krankenschwester war wesentlich höher als üblich-mehr als 25 Prozent über dem Durchschnitt-wurden im Zusammenhang mit einer um 5 Prozent erhöhten Risiko des Todes.

Jede weitere Stunde Betreuung durch eine examinierte Krankenschwester war verbunden mit einem 3-Prozent-Reduzierung in den Chancen des Sterbens, zeigte die Analyse. Aber keine derartige Wirkung beobachtet wurde, für zusätzliche Stunden Betreuung durch pflegehelferinnen.

Basierend auf Ihre Daten haben, vermuten die Forscher, dass die Bereitstellung einer zusätzlichen Stunde der registrierten Krankenschwester wäre das äquivalent von einer zusätzlichen Pflegekraft pro Schicht für eine 24-Betten-Station.

Dies ist eine Beobachtungsstudie, die als solche nicht einrichten können verursachen, betonen die Forscher. Aber die Ergebnisse sind weitgehend im Einklang mit denen der anderen bisher veröffentlichten Studien, sagen Sie.

Und obwohl die Studie umfasste nur eine Krankenhaus-Website, so kann nicht typisch sein, die Forscher weisen darauf hin, dass dieser vermeidet, dass die beobachteten Assoziationen beeinflusst wird durch das „Krankenhaus-Effekt“, Wonach Krankenhäuser mit mehr Ressourcen mehr beschäftigen Krankenschwestern.

„Die Ergebnisse in diesem Papier vorschlagen, die möglichen Vorteile aus der Erhöhung der Verfügbarkeit [Krankenschwestern] auf akute Krankenstationen“, schreiben die Forscher.