Griechenland, fast ganz Frankreich und weitere Länder nicht mehr auf Risikoliste

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: In Deutschland zeichnet sich eine Entspannung der Lage ab – der Inzidenzwert liegt bei 8,8. Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien wurden von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 20. Juni

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Noch bevor die "epidemische Lage" endet, soll Spahn neue Sonder-Befugnisse bekommen

08.48 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verfügt in der Corona-Krise aufgrund der "epidemischen Lage" über Sonder-Befugnisse. Er kann Entscheidungen und Maßnahmen treffen, ohne an parlamentarische Prozesse gebunden zu sein. So zum Beispiel bei Tests, Impfungen, Maskenbeschaffung oder Einreisebeschränkungen.

Dafür gibt es viel Kritik, auch weil Spahn nach Ansicht der Opposition nicht immer gute Entscheidungen getroffen hat. DIe Bundesregierung allerdings will Spahn auch unabhängig der "epidemischen Lage" mit Sonder-Befugnissen ausstatten. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, sollen von Spahn beschlossene Maßnahmen über das Ende der "epidemischen Lage" (aktuell bis 30. September befristet) gelten können.

Für Tests, Impfungen und Maskenbeschaffung gilt das ohnehin schon. Jetzt wollen Union und SPD auch beim Thema Einreisebeschränkungen das Infektionsschutzgesetz im Bundestag zu Spahns Gunsten ändern lassen. Darunter fallen beispielsweise Einreiseverbote aus Virusmutanten-Gebieten oder auch Test- und Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

dpa/FOCUS Online  

Weniger als 1000 Neuinfektionen – Inzidenz in Deutschland sinkt auf 8,8

Sonntag, 20. Juni 2021, 07.24 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 16 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 18 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.721.981 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.603.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.385 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Angaben von Samstagabend bei 0,69 (Vortag: 0,70). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 69 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz im Münchner Stadion

22.59 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat kurz nach Abpfiff des EM-Spiels Portugal-Deutschland kritisiert, dass wieder Tausende Fans die Maskenpflicht im Münchner Stadion ignoriert haben. "Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben", sagte der CSU-Politiker am Samstagabend laut Mitteilung. "Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will." Peter Kneffel/dpa/Archivbild Klaus Holetschek (CSU) fasst sich ins Gesicht.

Obwohl die EM-Organisatoren in München angekündigt hatten, die Zuschauer auf den Rängen zum Tragen von Masken zu bewegen, haben nur wenige Fans die vorgeschriebenen FFP2-Masken aufgehabt. Wie schon beim ersten Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verfolgten Tausende Zuschauer die Partie gegen Portugal am Samstag ohne Maske, wie auf Fernsehbildern erkennbar war.

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen Besucher während der ganzen Zeit im Münchner Stadion eine FFP2-Maske tragen. Die Polizei hatte schon beim ersten Spiel nach Angaben eines Sprechers festgestellt, "dass die überwiegende Mehrheit (etwa zwei Drittel) der anwesenden Zuschauer auf den Sitzplätzen keinen vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz trug»"

 

Corona-Neuinfektionen in Moskau steigen auf neuen Höchststand

22.42 Uhr: In Moskau ist am Samstag ein neuer Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. 9120 Infektionen binnen 24 Stunden wurden nach Regierungsangaben aus der russischen Hauptstadt gemeldet – drei Mal so viele wie vor zwei Wochen. Hinter dem Anstieg, der die Moskauer Krankenhäuser zu überlasten droht, steckt die hochansteckende Delta-Variante des Virus. Die stellvertretende Bürgermeisterin Anastasia Rakowa kündigte an, die Zahl der Krankenhausbetten in den kommenden zwei Wochen von 17.000 auf 24.000 aufzustocken.

Russland ist derzeit eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Landesweit wurden am Samstag 17.906 Neuinfektionen und 466 Todesfälle verzeichnet – ein neuer Höchststand seit Mitte März. Besonders in den Metropolen Moskau und St. Petersburg steigen die Ansteckungszahlen stark an. Mehr als die Hälfte der landesweit gemeldeten Neuinfektionen entfielen am Samstag auf die Hauptstadt mit ihren rund zwölf Millionen Einwohnern.

Boots-Demo fordert mehr Freiheiten für Partys und Clubs

19.00 Uhr:  Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene wollen am Sonntag (12.00) mit Booten und Musik auf dem Wasser für weitere Freiheiten in der Corona-Pandemie protestieren. Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

Die Boote starten auf dem Landwehrkanal an der Lohmühlenbrücke zwischen Kreuzberg und Neukölln, fahren bis zum Hafen Neukölln nahe der Sonnenallee und wieder zurück zur Schleuse zwischen Landwehrkanal und Spree. Ein Teil der Boote soll dann auf der Spree bis zum Treptower Park weiterfahren. Dort ist nahe der Insel der Jugend am Nachmittag eine «Abschlusstanzkundgebung» geplant. Erwartet werden bis zu 2500 Teilnehmer. Ole Spata/dpa Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation einen an Covid-19 erkrankten Patienten.

Vor einem Jahr hatte an Pfingsten eine Protestaktion und Party mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal für Irritationen gesorgt. Etwa 3000 Menschen nahmen teil. Im Urbanhafen schwammen am Schluss dicht an dicht zahlreiche Schlauchboote voller Menschen, am Ufer wurde gefeiert. Die meisten Teilnehmer hielten weder Abstandsregeln ein noch trugen sie einen Mundschutz. Politiker und auch Clubvertreter kritisierten die Veranstaltung.

Erstmals seit acht Monaten: Zahl der Intensivpatienten fällt unter 1000

16.03 Uhr: Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Samstag 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte. Am Höhepunkt der dritten Welle Ende April waren es laut DIVI mehr als 5000 Patienten. Die Zahl aller Corona-Intensivpatienten, also einschließlich Kinder, gab die DIVI in ihrem Tagesbericht am Samstag mit 964 an.

Wiviele Menschen intensivmedizinische Versorgung brauchen, hängt auch von der Zahl der Neuinfektionen ab. Die ist seit Ende April drastisch zurückgegangen. So sank die vom Robert Koch-Institut gemeldete 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche – von knapp 170 auf unter 10 am Samstag.

Auf den Rückgang bei den Intensivpatienten dürfte aber auch die zunehmende Impfquote Auswirkung haben. Die Impfstoffe verhindern sehr wirksam schwere Verläufe von Covid-19. Insbesondere anfällige Bevölkerungsgruppen wie Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen sind schon zu großen Teilen geschützt.

Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger

12.10 Uhr: Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. «Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden und begegnen sich», betonte Spahn. Das könne dann zu einer «Drehscheibe in die Haushalte hinein» werden. «Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen».

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