Neuer Referenzwert für die Vitamin-B12-Zufuhr!

Neuer Referenzwert für die Vitamin-B12-Zufuhr: Nicht nur für Veganer essenziell

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat gemeinsam mit den Ernährungsgesellschaften aus Österreich und der Schweiz den Referenzwert für die Vitamin-B12-Zufuhr überarbeitet. Der abgeleitete Schätzwert für eine angemessene Zufuhr für Erwachsene liegt mit 4,0 µg pro Tag höher als die bisher empfohlene Zufuhr von 3,0 µg pro Tag.

Bekannt ist Vitamin B12 vor allem als kritischer Nährstoff für Veganer. In ausreichenden Mengen kommt es nur in tierischen Lebensmitteln vor. Daher müssen Veganer dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einnehmen, um Defizite zu vermeiden. Aber auch Vegetarier nehmen teilweise zu wenig Vitamin B12 auf. Insbesondere bei erhöhtem Nährstoffbedarf, z. B. in Schwangerschaft und Stillzeit, sollten Vegetarier auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 achten und ggf. ebenfalls Vitamin-B12-Supplemente einnehmen. Unabhängig von der Zufuhr können Magen-Darm-Erkrankungen wie anhaltende Gastritis, Morbus Crohn und einige Medikamente zu einem Vitamin-B12-Mangel führen. Auch die Entfernung von Teilen des Magens oder Darms kann die Aufnahme erschweren. Vor allem ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für eine ungenügende Aufnahme des Vitamins aus der Nahrung.

Vitamin B12 ist lebensnotwendig und u. a. an der Zellteilung, der Blutbildung, der DNA-Synthese sowie am Abbau von Fettsäuren und Aminosäuren wie Homocystein beteiligt. Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es zu Blutarmut, neurologischen Störungen und psychischen Auffälligkeiten wie Ermüdungserscheinungen und depressiven Verstimmungen kommen.

Für eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr empfiehlt die DGE, regelmäßig Milch und Milchprodukte, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel sowie mageres Fleisch zu verzehren. Eine bedarfsdeckende Vitamin-B12-Zufuhr nur mit pflanzlichen Lebensmitteln ist nicht möglich. Der Schätzwert lässt sich beispielsweise mit einem kleinen Glas Milch, einem Becher Jogurt, einem Ei und 60 g Camembert erreichen.

Was ist Vitamin B12?

Vitamin B12 ist der Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen mit gleicher biologischer Wirkung und demselben chemischen Grundgerüst mit einem Kobaltion im Zentrum. Die Verbindungen werden daher auch Cobalamine genannt. Cobalamine werden ausschließlich von Mikroorganismen gebildet und kommen in adäquater Menge und einer für den Menschen verfügbaren Form fast nur in tierischen Lebensmitteln vor. Neben den vitaminwirksamen Verbindungen gibt es auch sogenannte Vitamin-B12-Analoga. Sie sind z. B. in einigen pflanzlichen Lebensmitteln wie Algen oder Sauerkraut enthalten, tragen aber nicht zu einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin B12 bei. Durch die Blockade der Transportsysteme können sie die Versorgung sogar zusätzlich verschlechtern.

Schätzwerte statt empfohlene Zufuhr

Da der Vitamin-B12-Bedarf nicht mit wünschenswerter Genauigkeit bestimmt werden kann, gibt die DGE die überarbeiteten Referenzwerte für die Vitamin-B12-Zufuhr nicht mehr als empfohlene Zufuhr, sondern als Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr an. Der Schätzwert für Erwachsene wurde auf der Basis von Studien abgeleitet, in denen eine angemessene Vitamin-B12-Zufuhr anhand verschiedener Biomarker bestimmt wurde. Dazu gehören die Konzentrationen der Statusparameter (Gesamt-Vitamin-B12 und Holo-Transcobalamin) im Serum sowie Funktionsparameter (Methylmalonsäure und Homocystein).

Schätzwerte für die Vitamin B12-Zufuhr: altersabhängig

Die Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr von Vitamin B12 sind altersabhängig: Im Verlauf der Kindheit steigen sie von 0,5 µg/Tag für Säuglinge im Alter von 0 bis unter 4 Monaten auf 4,0 µg/Tag für Jugendliche und Erwachsene. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf; der Schätzwert für eine angemessene Vitamin-B12-Zufuhr für Schwangere beträgt 4,5 µg/Tag und für Stillende 5,5 µg/Tag.

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Brustkrebs: Neuer Ansatz gegen Metastasen

Metastasen sind bei Brustkrebs gefürchtet. In einer groß angelegten Untersuchung von über 2.000 Medikamenten haben Forscher der Universität in Basel Wirkstoffe identifiziert, die die Bildung von Metastasen hemmen. In einer klinischen Studie soll nun geprüft werden, ob die Ergebnisse vom Labor auf den Menschen übertragbar sind.

Manchmal gelangen Krebszellen eines Tumors in das Blut. Die zirkulierenden Tumorzellen können dabei in kleinen Grüppchen auftreten, die als Vorstufen von Metastasen gelten. Baseler Wissenschaftler haben daher nach Wirkstoffen gesucht, die diese Grüppchenbildung hemmen, so dass keine Metastasen entstehen. Sie untersuchten die Wirkung von 2.486 Medikamenten, die in den USA zugelassen sind. Dabei entdeckten sie einige, die in der Lage sind, die Zellgrüppchen aufzulösen und so die Bildung von Metastasen zu vermeiden.

"Wir wollten eine andere Strategie verfolgen als herkömmliche Ansätze, und haben nach Wirkstoffen gesucht, die Krebszellen nicht abtöten, sondern einfach trennen", sagt Professor Nicola Aceto, Leiter der Abteilung für Krebsmetastasen an der Universität Basel. "Ohne die Zusammenarbeit mit hervorragenden Klinikern, Molekularbiologen und Computerbiologen sowie die Unterstützung durch modernste Technologieplattformen wäre dieser ehrgeizige Ansatz nicht möglich gewesen. Wir arbeiten bereits an dem nächsten Schritt, einer klinischen Studie mit Brustkrebspatienten."

Wenn Patientinnen mit Brustkrebs Metastasen bilden, dann gelten sie als unheilbar krank. 90 Prozent der Todesfälle durch Brustkrebs sind auf Metastasen zurückzuführen.

ZOU

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Erfolg bei Neurodermitis: Starker Juckreiz wurde mit neuer Therapie erfolgreich geheilt

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Neuer Wirkstoff stoppt auch schwere Erkrankungen

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Neurodermitis: Neuer Behandlungsansatz gegen das quälende Jucken

Neue Therapieoption gegen Neurodermitis erfolgreich getestet

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankungen, deren Verbreitung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Zwar lassen sich leichte Formen der Krankheit heute oftmals relativ gut mit äußerlichen Behandlungen in den Griff bekommen, doch bei schwerer Neurodermitis besteht bislang wenig Hoffnung für Betroffene. Das könnte sich allerdings dank einer neuen Form der Therapie schon bald ändern.

„Die Erkrankung betrifft rund elf Prozent aller Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei vielen ist die Erkrankung chronisch und verläuft schwer“, berichtet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Betroffene leiden an trockener, schuppiger und geröteter Haut, die quälend juckt und wenn die betroffenen Stellen gut sichtbar sind, komme eine gesellschaftliche Stigmatisierung hinzu. Effiziente Behandlungsmöglichkeiten sind daher dringend gefragt – allerdings lagen diese für die schweren Formen der Erkrankung bislang nicht vor. Forschende der MHH und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) haben nun allerdings erfolgreich einen neuen Ansatz getestet. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal für Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Schwere Neurodermitis nur eingeschränkt therapierbar

„Neurodermitis hat unterschiedliche Ursachen, zu denen hautreizende Stoffe, Allergene sowie mikrobielle, hormonelle und psychologische Einflüsse gehören“, erläutern die Experten. Bei der Behandlung komme bislang vor allem äußerlich anzuwendenden Kortison-Verbindungen und auch sogenannten Calcineurin-Inhibitoren eine zentrale Bedeutung zu. Für die Therapie besonders schwerer Formen stehen laut Aussage der Experten bisher nur das Immunsuppressivum Cyclosporin, das jedoch viele Nebenwirkungen hat, und der Antikörper Dupilumab zur Verfügung.

Dupilumab in der Anwendung etwas schwierig

Dupilumab ist seit rund einem Jahr zur gezielten Hemmung von Botenstoffen der allergischen Entzündung verfügbar und „stellt einen sehr großen Fortschritt in der Behandlung von schwer betroffenen Patienten dar“, so Professor Dr. Thomas Werfel von der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Allerdings helfe es nicht allen Patienten ausreichend gut. Zudem müsse das Medikament gespritzt werden, was vor allem von Kindern, die besonders häufig an Neurodermitis leiden, schwerer toleriert werde. Der nun getestete, neue Wirkstoff ist hingegen für eine orale Einnahme gedacht.

Neuer Wirkstoff zur oralen Anwendung

Der neue Wirkstoff, der als Tablette eingenommen werden kann, habe in den Versuchen an 98 Patientinnen und Patienten das Hautbild deutlich verbessert. „Bereits nach acht Wochen reduzierte sich der Anteil an kranker Haut wie die Rötungen, Bläschen und Kratzspuren um die Hälfte“, so die Mitteilung der MHH. Der Wirkstoff sei ein „Histamin-4-Rezeptor-Blocker“. Dieser unterbreche den Entzündungsprozess und lindere den Juckreiz, indem er verhindert, dass der Botenstoff Histamin an den entsprechenden Zellen wirken kann.

Histamin-4-Rezeptor mit einer Schlüsselrolle

„Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichten, sprachen dafür, dass der Histamin-4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, erläutert Professor Dr. Werfel. Seither haben die Forschenden die Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten intensiv erforscht. „Wir gehen davon aus, dass der Histamin-4-Rezeptor-Blocker unabhängig von der Ursache der Neurodermitis wirkt und untersuchen derzeit, welche Patienten am stärksten von der neuen Therapie profitieren können“, so Professor Werfel.

Keine Nebenwirkungen feststellbar

In der aktuellen Untersuchung waren laut Aussage der Wissenschaftler keine Nebenwirkungen zu beobachten, die auf die Gabe des Medikamentes zurückgingen und nun werde unter Beteiligung des Teams aus Hannover eine größere internationale Studie mit rund 400 Patienten starten, um die optimale Dosierung dieses Wirkstoffes herauszufinden. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für translationale Forschung, also für eine interdisziplinäre medizinische Forschung, die das Ziel hat, Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu übertragen“, so Professor Dr. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo. (fp)

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Ein neuer Bluttest könnte die diagnose von Alzheimer

Nach der Alzheimer-Association, die Bedingung wirkt sich auf schätzungsweise 5,7 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten bis 2050.

Trotz dieser, gibt es wenige Möglichkeiten, die genau Diagnose der Alzheimer-Krankheit frühzeitig auf.

Dazu gehören MRT-und CT-scans, die helfen, ärzte auszuschließen anderen Bedingungen, die möglicherweise ähnliche Symptome verursachen.

Eine weitere Möglichkeit der Diagnose von Alzheimer ist durch das sammeln von Liquor und auf der Suche nach Biomarkern der Krankheit. Dies ist der Genaueste test für diese neurodegenerative Erkrankung, aber es ist teuer und invasiv.

Aus all diesen Gründen, Forscher aus Brigham and Women s Hospital in Boston, MA, entwickeln Sie einen Bluttest für die Alzheimer-Krankheit, die Ziele genau zu sein, kostengünstiger und weniger unangenehm.

In der Studie Papier, das erscheint in der Zeitschrift der Alzheimer-& Demenz, die Forscher erklären, dass die Prüfung in der Lage sein, zu erkennen, Biomarker der Alzheimer-Krankheit vor dem auftreten von offensichtlichen Symptomen.

Testen kann „eine transformative Durchbruch“

Eine Marke von Alzheimer und anderen Formen von Demenz im Gehirn ist die Bildung von toxischen plaques, von denen einige erscheinen aufgrund einer Ansammlung von tau-Proteinen.

Tau-Proteine sind aus Verwandte Moleküle mit etwas unterschiedlichen Eigenschaften. In der neuen Studie, die Forscher begannen mit der Ausarbeitung einer Methode zur Identifizierung der spezifischen Teilmenge der tau-Moleküle erscheinen in hohen Konzentrationen bei der Alzheimer-Krankheit.

Die Forscher kamen mit Möglichkeiten der Erkennung von verschiedenen Arten von tau-Moleküle im Blut und Liquor, und testeten diese Methoden in Proben von plasma (einem blutbestandteil) und im Liquor von zwei Gruppen von Teilnehmern (65 in der ersten Gruppe und 86 in der anderen).

Eine Gruppe von Proben stammten von Freiwilligen eingeschrieben in die Harvard Aging Brain Study, und einige, die teilgenommen hatten, in der Forschung am Institut für Neurologie in London, Vereinigtes Königreich.

Die zweite Gruppe kam aus Freiwilligen rekrutierte Spezialisten im Shiley-Marcos Alzheimer ‚ s Disease Research Center an der University of California, San Diego.

Das team untersuchte fünf tests für tau-Moleküle, auf der Suche, um zu sehen, welche am effektivsten wären. Am Ende, der Wissenschaftler ließ sich auf einen test, der Sie als „das NT1-assay,“ die zeigen, dass sowohl Sensitivität und Spezifität, was bedeutet, dass es in der Lage war, genau zu erkennen, Alzheimer-Krankheit.

„Ein Bluttest für die Alzheimer-Krankheit“, behauptet Studienautor Dominic Walsh, „vollzogen werden können, einfach und immer wieder, mit den Patienten gehen, um Ihre primary care office, anstatt zu gehen in [der] Krankenhaus.“

„Letztlich ist ein Blut-basierter test ersetzen könnte, Liquor-Tests und/oder Bildgebung des Gehirns“, meint er, und fügt hinzu, „Unsere neue test hat das Potenzial, genau das zu tun.“

Unsere Tests müssen weitere Validierung in viel mehr Menschen, aber wenn er führt, wie in den ersten beiden Kohorten, wäre es eine transformative Durchbruch.“

Dominic Walsh

Die Forscher betonen , dass, während Sie überprüft der test in Blut Proben von zwei verschiedenen Kohorten, die Sie benötigen, um die Durchführung weiterer Studien mit größeren Gruppen von Teilnehmern, um vollständig zu etablieren, die die Wirksamkeit des Tests.

Auch, Sie jetzt, lernen mehr über, wie tau-protein-Ebene ändern, wie der Zustand fortschreitet, verglichen mit Ihrem Niveau vor der Alzheimer-Symptome.

„Wir haben unsere Daten und die notwendigen Werkzeuge, um unseren test allgemein zur Verfügung, weil wir möchten, dass andere Forschungsgruppen, um diese zu testen. Es ist wichtig für andere, zur Validierung unserer Ergebnisse, so dass wir sicher sein können, dieser test wird an verschiedenen Populationen“, betont Walsh.

$6.3 Millionen für Zentrum zur Entwicklung neuer Tracer für die PET-scans

PET-scans können zeigen subtile Anzeichen von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Arteriosklerose nicht nachweisbar durch andere imaging-tools. Die Technologie birgt ein enormes Versprechen für die Verbesserung der Früherkennung, der überwachung der Wirksamkeit der Behandlung und Anpassung der Therapie auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

PET-scans angewiesen, die auf radioaktive verbindungen oder Tracer zu identifizieren, die Anzeichen der Krankheit in den Körper. Solche Tracer injiziert werden kann, eingeatmet oder geschluckt werden – je nach organ unter studieren – und wenn Sie finden, Ihr Ziel, Sie zeigen sich als helle Flecken auf scans. Durch das Lesen eines solchen scans, können die Forscher erkennen, die Anzeichen von Krankheiten wie toxische Verklumpungen von Proteinen und Clustern von Tumorzellen.

Ein paar PET-Diagnostik wurden von der FDA zugelassen, aber Experten glauben, dass die Technologie so viel mehr tun könnte – wenn es nur mehr Menschen die Entwicklung und Erprobung neuer PET-Tracer. Mit Hilfe eines fünf-Jahres -, $6,3 Millionen Zuschuss aus dem National Institute of Biomedical Imaging und Bioengineering an der National Institutes of Health (NIH), Robert J. Gropler, MD, professor of radiology der Washington University School of Medicine in St. Louis, will mit Hilfe der PET-Technologie erreichen, Ihr Potenzial durch den ausbau der Gemeinschaft von PET Forscher.

Nur wenige Forschungseinrichtungen verfügen, entwickeln und testen neue PET-Tracer. Die Herstellung der radioaktiven Teil eines tracer erfordert eine Multimillionen-dollar-Maschine namens Zyklotron – und Schafzucht experimentelle radioaktive verbindungen, die durch die regulatorischen labyrinth, um die Zulassung für den Einsatz im Menschen ist eine Kunstform in sich selbst. Die Universität Mallinckrodt Institute of Radiology (MIR) ist einer von nur einer Handvoll von Standorten Bundesweit mit dem know-how und Infrastruktur, die benötigt wird, zu generieren und zu evaluieren neuartige PET-Tracer.

Gropler, der auch senior-Vize-Vorsitzende und Chef der radiologischen Wissenschaften, plant der PET-Radiotracer Übersetzung und Resource Center “ in MIR zu entwickeln und zu bewerten, ein breites portfolio von PET-tracern, um zu trainieren der Forscher an anderen Institutionen, so können Sie an den Aufwand.

„Dieses Zentrum ist gedacht, um über die Hindernisse für die Verwendung von Tracer in den Menschen – von denen kommt auf die Kapazität,“ Gropler sagte. “Einmal haben wir eine leuchtspur, es muss geprüft werden, in Tiermodellen, und wenn diese sehen vielversprechend aus, in den Menschen. Durch Partnerschaften mit anderen Institutionen können wir testen verschiedene Tier-Modelle gleichzeitig, und tun, multizentrischen klinischen Studien, Zeichnung, aus einer größeren Patientenpopulation als wir hier haben. Dies wird erheblich beschleunigen, wie schnell können wir beurteilen diese Spuren und Sie an die Menschen, die Sie brauchen.“

Der center bei MIR ein und dienen als Sitz und Heimat für Forschung und Entwicklung. Einige experimentelle radiotracers verschickt werden an andere Institutionen, zum testen, aber die anderen zerfallen zu schnell für den transport. Für diejenigen, Gropler und Kollegen liefern einen stabilen Anteil der tracer, und die Ausbildung von Forschern und Technikern zu produzieren, die restlichen Komponenten vor Ort.

Das Zentrum konzentriert sich auf die Entwicklung und Bewertung von Tracer zu erkennen Anzeichen von Entzündung und oxidativer stress – der Schaden, der Auftritt, wenn reaktive Sauerstoff-Moleküle, die ähnlich wie bleach aufzubauen, die in eine Zelle. Entzündung und oxidativer stress sind gemeinsame Elemente, die in unterschiedlichen Krankheiten, darunter Arteriosklerose, Alzheimer, multiple Sklerose und verschiedene Arten von Krebs.