Geht’s doch voran bei „Cannabis made in Germany“?

Beim Vergabeverfahren für den deutschen Medizinalhanfanbauscheint es Fortschritte zu geben. Nach Informationen von DAZ.online hat das BfArMdie Anbaubewerber am gestrigen Mittwoch benachrichtigt, ob eineZuschlagserteilung beabsichtigt ist oder nicht. Damit könnte die erste Ernte imvierten Quartal 2020 vielleicht doch klappen. 

Zartes Pflänzchen Hoffnung für Cannabispatienten: Am gestrigen Mittwochhaben die 79 Unternehmen, die sich auf die BfArM-Ausschreibung für den deutschenMedizinalhanfanbau beworben haben, offenbar erfahren, woran sie sind. Diesbestätigte das BfArM gegenüber DAZ.online.

Bewerber erhalten Wasserstandsmeldung

Gemeint sind Benachrichtigungen gemäß § 134 GWB (Gesetz gegenWettbewerbsbeschränkungen). Laut GWB müssen öffentliche Auftraggeber die Bieter,deren Angebote voraussichtlich nicht zum Tragenkommen sollen, unverzüglich darüber informieren, weshalb nicht und welche Unternehmendie Zuschläge voraussichtlich wann erhalten.

Laut GWB kann das BfArM die Zuschläge an die „Gewinner“ frühestens15 Tage nach dem Versandtag der Informationen erteilen, beziehungsweise zehn Tage, wenn die Bieter auf elektronischem Weg benachrichtigt wurden.

Zuschläge ab Mitte April möglich

Unter der Annahme, dass die Behörde die Bieter per Mailinformiert hat und Werktage für die Fristberechnung herangezogen wurden,könnten die Vertragsabschlüsse beispielsweise ab dem 17. April erfolgen. In den Angebotsblättern, die zuletzt vorBewerbungsschluss im Dezember 2018 auf der Vergabeseite zu finden waren, warder 25. April als Termin für die Zuschlagserteilung vermerkt.

Unter den Bewerbern befinden sich unter anderem kanadischeKonzerne mit deutschen Niederlassungen, wie beispielsweise Wayland oder Aphria, sowie auch kleinere Firmen ausDeutschland wie das Unternehmen Lexamed, das im vergangenen Jahr gegen dasBfArM erfolgreich geklagt hatte. Welche von den 79 Bietern am gestrigenMittwoch eine gute oder eher nicht so gute Nachricht bekommen haben, istderzeit noch nicht offiziell bekannt.*

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Anmerkung der Redaktion 4.4.2019 – 14:30: Einem Medienbericht zufolge soll es sich bei den Gewinnern um die kandadischen Unternehmen Aphria, Aurora und der deutschen Firma Demecan handeln.

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