Sarah Wiener schreibt über Mandelmilch und bekommt Shitstorm von Veganern

Dass Star-Köchin Sarah Wiener mit einem Facebook-Post zu einem scheinbar banalen Thema eine Flut zorniger und beleidigender Kommentare auslösen würde, hätte sie sich wahrscheinlich nicht gedacht. Immerhin informierte sie ihre Follower „nur“ über Mandelmilch.

Die 56-Jährige wollte in dem Beitrag erklären, dass industriell hergestellte Mandelmilch nicht so gesund sei, wie es von vielen propagiert wird. „Leider enthält industriell hergestellte Mandelmilch nur ca. zwei Prozent Mandeln, dafür aber Stabilisatoren und Emulgatoren, damit sich Wasser und Fett nicht trennen“, schrieb Wiener.

Doch was ein gutgemeinter Tipp zu gesünderer und bewusster Ernährung sein sollte, wurde von vielen Veganern als Aufruf zum Verzehr von gewöhnlicher Kuhmilch und somit von Tierprodukten im Allgemeinen wahrgenommen.

 

Unter dem Beitrag sammelten sich unzählige Kommentare, in dem die Star-Köchin zum Teil sogar persönlich angefeindet wird. Ein Facebook-User schrieb: „Selbst wenn die Mandelmilch aus geschredderten Badewannestöpseln und weißer Farbe bestünde, würde ich sie dennoch echter Milch vorziehen.“ Ein anderer schrieb: „Jeder andere Drink (Milchersatz) ist besser als tierische Drüsensekrete." Manche werfen Wiener sogar vor, sie würde Lobby-Arbeit für die Fleischindustrie betrieben.

Im nächsten Beitrag schießt Wiener zurück

Nur wenige Nutzer verteidigten Wieners Post. „Das wird doch hier von der Veganen-Fraktion wieder völlig übertrieben. Es wird doch nur darauf hingewiesen, das zum Beispiel Hafermilch noch besser ist in der Ökobilanz. Kuhmilch wird auch kritisiert“, schrieb eine Userin.

Die fiesen Kommentare ließ die 56-Jährige jedoch nicht einfach so auf sich sitzen. In einem weiteren Beitrag nahm sie Stellung und machte klar: „Meine Intention zu dem Post war aufzuzeigen, was industrielle Mandelmilch bedeutet.“ Auch ihr eigenes Engagement für umweltbewusste Ernährungsweisen erklärte sie mit den Worten: „Selberkochen, möglichst aus vielfältigen regionalen und saisonalen Grundnahrungsmitteln, aus ökologischem Anbau: Das ist meine ethische Grundhaltung." Aber Wiener sei eben auch gegen den Verzehr von „stark verarbeiteten Nahrungsmitteln“.

Dann wurde die Star-Köchin wurde noch direkter und schrieb: „Wer meint, anderen seine Sichtweise auf die eigene eingeschränkte Ernährung beleidigend und schreiend aufdrängen zu müssen und damit auch noch glaubt die Welt zu retten, hat die Komplexität von Ökosystemen und Kommunikation nicht ganz verstanden.“

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